

Es sind sechs Wochen vergangen, seit ich aus Italien nach Nürnberg gezogen bin. Ehrlich gesagt gibt es noch einiges zu erledigen, bis ich den bürokratischen Kram zwischen italienischen und deutschen Ämtern hinter mir habe. Beruflich habe ich inzwischen schon viel zu tun, was mich riesig freut.
Zu den neuen Verträgen, die ich im Oktober unterzeichnet habe, gehört auch ein Vertrag als Italienischlehrerin beim Bildungszentrum der Stadt Nürnberg, für das ich im April 2026 einen Konversationskurs leiten werde.
Als ich mir das Kursangebot angeschaut habe, fiel mir sofort ein Konversationskurs über Sizilien ins Auge. „Sowas könnte ich auch machen“, dachte ich, „aber rund ums Thema Berge.“ Ich weiß noch, dass diese Idee sofort gut ankam, denn das Bildungszentrum akzeptierte meinen Vorschlag unmittelbar nach der Einreichung.
Ein paar Tage später hatte ich dann einen Termin mit der Koordinatorin der italienischen Sprachkurse. Während des Gesprächs habe ich meine Idee näher vorgestellt, indem ich den Kurs in Einheiten gegliedert habe. Nach erfolgreichem Abschluss sollen die Teilnehmenden in der Lage sein, über persönliche Urlaubserlebnisse zu sprechen, nach dem Weg zu fragen, Wanderbeschreibungen auf Italienisch zu verstehen, einkaufen zu gehen, eventuell auch Ausrüstung reparieren zu lassen und sich mit der Bergrettung auf Italienisch zu verständigen.
Wichtige Themen, oder?
Einige machen sogar richtig Spaß, es sei denn, man hat es mit der Bergrettung zu tun. Aber auch so ein Vorkommnis sollte nicht unterschätzt werden. Es ist durchaus möglich, sich in gebrochenem Englisch zu verständigen. Allerdings sollte man sich nicht komplett darauf verlassen. Meistens können die Bergretter nur Italienisch. Sie wohnen ja weit weg von großen Städten, wo junge Italiener:innen schon mal häufiger gutes Englisch sprechen.
Über den Inhalt dieses Kurses habe ich mich mit der DAV-Gruppe Bergmariechen unterhalten. Sie haben mich auf die Idee gebracht, den Teilnehmenden Körperteile auf Italienisch beizubringen. Mein Kurs ist für Menschen zwischen 30 und 50 Jahren besonders geeignet. Egal ob sie radeln, skifahren, klettern, wandern oder sich anderen Herausforderungen stellen … Zu Beginn des Kurses gehen wir auf besondere Bedürfnisse und Wünsche ein.
Ich bin mir sicher, dass die Teilnahme an diesem Kurs dazu beitragen wird, dass meine Schüler:innen ihren nächsten Aktivurlaub in Italien ganz anders als zuvor erleben werden.
Der Kurs ist die perfekte Gelegenheit, den deutschen Wortschatz rund ums Thema Berge und Bergsportarten zu wiederholen. Als Übersetzerin für Aktivtourismus ins Italienische ist mir das besonders wichtig. Außerdem ist das eine tolle Abwechslung zu meiner Tätigkeit als Übersetzerin ins Italienische für Aktivtourismus und bietet mir die Möglichkeit, mit Gleichgesinnten in Kontakt zu kommen.
Wer die Landessprache seines Reisezieles beherrscht, praktiziert auch eine Form des nachhaltigen Tourismus, denn Reisende tauschen sich mehr mit der Bevölkerung vor Ort aus und hinterlassen einen positiven Eindruck. Besonders in den Bergen oder auf dem Land, wo der Empfang oft schlecht ist, sollte man sich nicht ganz auf Hilfsmittel wie Google Translate verlassen, die ganz leicht viele Missverständnisse verursachen können. Gerade in solchen Situationen sollte man nichts dem Zufall überlassen. Über dieses Thema betreibe ich gerade als Übersetzerin viel Aufklärung.
Die Teilnehmenden sollen dazu angeregt werden, miteinander auf Italienisch zu sprechen. Als Lehrerin werde ich zuhören und gegebenenfalls korrigieren. Das Sprechen möchte ich jedoch hauptsächlich den Schüler:innen überlassen. Hinzu kommen auch schriftliche Übungen, zum Beispiel das Ausfüllen von Lückentexten, wobei ich alle Lernmaterialien eigenständig vorbereiten werde.
Der Kurs wird im April stattfinden, damit die Teilnehmenden die erworbenen Sprachkenntnisse im Sommer noch frisch im Kopf haben. Wer mitmachen möchte, sollte Italienisch schon auf Niveau A2/B1 sprechen können. Bist Du dabei?
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